#17 Am Start erkennt man den Sieger

Wenn Noodles als alter Mann auf Mo trifft in ‚Es war einmal in Amerika‘ sagt dieser zu ihm: Am Start erkennt man den Sieger! Aber Noodles weiss: Auch den Verlierer! Eva und ich ziehen am 1. Tag in San Diego 9 Stunden durch die Stadt und shoppen unseren letzten Kram – mit perfekt vorbereiteter Liste für unsere Zeit in der Wildnis! Von Elektrolytetaps bis Trek Mix. Wir finden all die Nüsse und M&Ms und Tütensuppen geil, wer weiss wie lange noch, irgendwann soll man ja auf den Trail ohne Ende von Burgern träumen.

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Die Reise nach SD verlief gut – auf dem Flughafen in TXL traf ich gleich auf einen Trailangel, die Sonnegötter des Weges. Die Dame am Check-in wunderte sich, dass mir eine Adresse in den USA fehlte. Was machen sie denn? Ich geh wandern! Ach, na wo denn? Westküste, PCT! Ach, ich bin Anfang August im Yosemite National Park – kommen sie vorbei, sie können bei mir duschen! Herrlich!

Im Flieger waren Eva und ich sehr laut, es gab keinen Alkohol, wir schauten ‚Willkommen bei den Hartmanns‘.

Bei der Ankunft im Hostel Habibi hatten wir Glück, der Besitzer, Hund in der einen Hand, Essen in der Tupperdose mit den Zähnen haltend, schloss grad seine Herberge ab! Das Zimmer – ein Schließfach ohne Blick nach draussen, dafür mit riesigen Schaufenstern zum Flur, zum Glück mit schließbaren Vorhängen, eine Schaufensterpuppe bin ich wahrlich nicht. Wir richten uns ein, Eva muss nach oben ins Stockbett, ich hasse schlafen in der Höhe ohne Gitter. Ich werde mehrmals wach und schleiche nach draussen – immer derselbe Typ isst und duscht abwechselnd. Scheinbar hat er sich was Gutes zu viel geleistet.

Am 2. Tag in SD müssen wir nur noch zur Post.

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Dann gehts zu Konos, bestes Frühstück in town, direkt an der Pear, die Leute stehen Schlaaaaaaaange für eggs, bacon, french toast, grilled cheese – wir auch! Wir sitzen faul in der Sonne und sehen den Flanierenden zu, ja klar all girls, natürlich lästern und schwärmen wir dabei. Als ich das erste Mal in SD war lief auf der Strasse direkt vor mir Folgendes ab: Ein Typ, blond, Haar schulterlang und leicht feucht, ging mit gutem freiem Oberkörper und Surfbrett unterm Arm über die Strasse: Oh my goodness, thanks god, thats my place to be! (Ganz einfach 1:1 sein ist erlaubt)

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In der Nacht schlafe ich schlecht, ich träume dass Eva und ich unseren Start auf dem PCT verpassen. Ausserdem ist im Hostel wieder Lärm, der duschende Typ wird von einem Singenden abgelöst!

Frühstück bei Hash House to go Go – da war ich mit meinem Sohn – und nun ab zu Frodo und Scout, das erste Mal mit Rucksack (puh schwer, zu viel Muesli drin …) und Wanderkleidung hier in SD.

Melde mich beim naechsten Mal vom Trail. Wird auch Zeit! Endlich!

Im Klo im Hostel stand folgender Spruch: Accept what is. Let go of what was. Have faith in what will be! Gefällt mir!

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5 Gedanken zu “#17 Am Start erkennt man den Sieger

  1. das Abenteuer hat begonnen. Schön langsam und konstant anfangen. Es ist noch genug Zeit sich zu steigern ihr beiden Wanderschnuppis… Übrigens Cannon-Ball abgesagt. So eine Scheisssssssseeeeeeeee

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