Tag 97 – Tag 105 / KM 2177 – KM 2350 / PCT-Meile 702 bis PCT-Meile 789 / Von Kennedy Meadow nach Bishop / Wieder DAHEIM!

In Kennedy Meadow ist es still. Die grosse Terrasse am General Store ist leer. Als ich am 31. Mai hier Bier und Chips der Pinky Gang spendierte und wir uns verabschieden mussten, saßen mehr als 60 Hiker um ums herum. Ich erinnere mich gern an diesem Abend, voll mit unseren Hikerstories aber auch voll mit Wehmut wegen des bevorstehenden Abschieds. Die Pinky Gang zog über die High Sierra weiter, wir flipfloppten nach Bucks Lake.

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Zurück in Kennedy Meadows

Jetzt hat es in Kennedy Meadows um 11 schon über 30 Grad. Ich kaufe mir eine Cola und hole mein Amazon-Paket ab. Darin ist ein Bärenkanister. Für die Sierra Pflicht. In den nun kommenden National Parks Kings Canyon, Sequoia und Yosemite leben viele Schwarzbären. Alle Lebensmittel müssen in den Bear Can, man soll abends nicht dort kochen, wo man schläft und zur Nacht die eingesperrten Lebensmittel weit weg vom Schlafplatz bunkern. Der Rucksack ist schwer, die Bärenbox leer wiegt schon fast ein Kilo.

Bevor ich starte schaue ich mich nochmal um und denke daran, wie stolz ich hier bei meiner Ankunft war. Über 1000 Kilometer war ich auf dem PCT gewandert, hatte Höhen und Tiefen erlebt. Und ich denke an die herzlichen und festen Umarmungen bevor ich zu Steve, unserem Fahrer, ins Auto steige und mit Stefanie und Mike gen Nordkalifornien startete.

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Ein Bierchen mit Mike vor der Abreise

Dann geht es los, Tag 97. Nach 46 Tagen bin ich wieder auf dem Pacific Crest Trail. Es fühlt sich ganz wunderbar an, der Trail ist mein Zuhause, hierhin wollte ich seit über zwei Jahren. Es ist heiss, es ist mittags. Wir hätten warten sollen mit unserem Neustart, aber dafür sind wir zu aufgeregt. Nach drei Stunden in der Hitze, der Wetterbericht hatte 38 Grad angekündigt – doch wie viel Grad sind das in der Sonne? – mache ich schlapp. Mein Kopf glüht, mein Körper kocht. Ich setze mich unter eine alte Holzbrücke am South Fork Kern River und kühle meine Füsse. Sofort friere ich. Schüttelfrost. Na das fängt ja gut an. Ich trinke einen Liter Wasser, pausiere eine Stunde und ziehe langsam weiter bis zur Haiwee Trail Junction. Nach 10 Meilen ist an diesem Tag Schluss, mehr geht nicht. Ich muss mich erst an die Hitze und an die Höhe gewöhnen – wir schlafen auf 8500 Fuss. Keine Geräusche, nicht mal Wind. Nachts um 2 steigt der Mond über die Berge auf und deckt unseren Schlafplatz mit seinem milchigen Licht zu. Stefanie ist wie immer komplett in ihren Schlafsack getaucht, Mike liegt da wie aufgebahrt und schnarcht. Ich denke an die Pässe und an den Schnee in den nächsten Tagen.

Tag 98. PCT, also stehen wir um 5 auf. Mike stöhnt, er hasst es, wenn wir so früh ‚Mr. Schubert wake up!‘ rufen. Die gestrige Hitze war eine Lehre. Der Trail führt durch ein schönes Meadow, dann vorbei an herrlichen Felsen, wie im Elbsandsteingebirge sagt Sachse Mike. Und dann gehts hoch. Auf 10800 Fuss halten wir Mittagspause, ich koche Kartoffelbrei und gebe Thunfisch dazu. Auch wenn ich langsam esse, ich esse. Und Stephanie klatscht Beifall. Sie isst ja immer, ihr Bärenkanister ist doppelt so gross wie meiner.

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Obere Reihe: Mikes Essen // Untere Reihe: Mein Essen

An diesem Tag hiken wir 20 Meilen bis zu einer kleinen Tentsite mit einem Stream. Und es gibt ein Lagerfeuer. Das gesammelte Holz ist so trocken, Mike hat keine Probleme es anzuzünden. Als ich mich auf meine Matratze lege spüre ich die vielen Meilen bergauf. Ja, ich bin wieder auf dem PCT. Das Wandern hier ist mit unserem Trip am Meer nicht zu vergleichen. Und jetzt in der High Sierra macht der Trail seinem Namen ‚Crest – Kamm‘ alle Ehre. Kaffee vom Shop, frische Donuts, Fish&Chips waren toll auf dem OCT und fehlen hier NULL. Ich werde von der Natur satt, von der Stille, von der Einsamkeit. Ich denke über so manch sinnlosen Abend daheim nach, mit Wein und einer Serie nach der anderen.

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Grandiose Natur in der High Sierra

Auf dem PCT wandert wieder jeder für sich allein. Wir machen uns nur aus, wo wir lunchen und wo wir schlafen. An diesem Tag 99 gibt es Kartoffelbrei und Tuna auf 10800 Fuss. Ja wieder dieses Gericht. Als ich ankomme schüttet Stefanie gerade kochendes Wasser in eine Mountain House – Tüte. Ein Nudelgericht für zwei. Ihr Back-up-Essen. Seit Campo lag es auf dem Boden ihres Rucksackes. Auf dem OCT, als ihr Zelt morgens mal wieder komplett innen und aussen nass war, hatten wir beschlossen, am Ende in Canada das Zelt zu verbrennen und dabei ihr Back up zu essen. Ich bin geschockt und erinnere sie an unser heiliges Versprechen. Stefanie: ‚ Ach holy shit. Its only food.‘ Ich schweige. Stefanie ist bei ihrem Vater aufgewachsen. Als sie 2 war verliess ihre Mutter die Familie und meldete sich nicht mehr. Sie sagt selbst, dass es daheim keine Regeln gab. Sie baute sich selbst ihre Welt. Bei ihr ist immer alles gleich, jetzt, sofort. Schon oft haben Mike und ich gesagt, dass sie doch mit dem Essen warten soll, wir kochen auch gleich. Aber Stefanie sagt immer, wenn ich es jetzt will warte ich nicht. So war es auch beim Trail Magic auf dem Chimney Campground, zwei Tage vor unserer ersten Ankunft in Kennedy Meadow. Sie fand in der Kühlbox Schokolade und gerade als sie diese öffnen wollte sagte ein kleiner Junge ihr, dass die Schokolade für später ist, für die Marshmallows am Campfire. Stefanie meinte aber diese jetzt zu wollen. Der Junge bat sie erneut zu warten. Doch unsere Italienerin hatte JETZT Hunger auf Schokolade. Ich habe damals zu ihr gesagt: ‚Ok, wenn Kinder nicht warten können, aber du bist erwachsen.‘ Sie hat die Schokolade geöffnet, aber nicht alles gegessen. Derweil Stefanie allein die grosse Mountain House – Portion verdrückt versuche ich ihr zu erklären, warum ich über ihre ‚Holy Shit‘ – Worte enttäuscht bin. Doch sie will mich nicht verstehen, sie wollte eben jetzt diese Nudeln, ausserdem wogen sie eh zu viel in ihrem vollen Bärenkanister. Ich halte Versprechen hier auf dem PCT für besonders wichtig. Die Haut ist dünner, man ist anfälliger, gerade wenn man wie ich oft auf dem Trail kämpft. Unsere Little Gang funktioniert nur mit Vertrauen, gegenseitiger Hilfe und Rücksichtsnahme. Versprechen sind wichtig. Für Stefanie zählt dies auch. Aber wenn sie Hunger hat, hat sie Hunger. Wenn ich als Letzte an der Tentsite ankomme, wartet Mike immer mit dem Abendbrot. Auch an diesem Abend nach einem schönen Tag auf dem Trail mit besonderem Blick über das Owen Valley.

Tag 100. Eine dreistellige Zahl. Und ich bin noch immer eine Wanderin. An diesem Morgen gehen wir nur drei Meilen bis zur Junction nach Lone Pine. Stefanie und Mike steigen ab zum Highway für Resupply, ich bleibe mit all unseren Sachen oben. Die Beiden wollen für weitere 5 Tage auf dem Trail einkaufen.

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3 Cheeseburger zur Belohnung am 100. Tag

Derweil mache ich es mir gemütlich. Es dauert gar nicht lange und zwei Dayhiker kommen, Max und Marc aus Oregon. Sie empfehlen mir, wenn ich die High Sierra geschafft habe, den Bus von Portland nach Timberline Lodge zu nehmen und von dort weiter auf dem PCT zu wandern.  Die Lodge ist berühmt für ihr Hikerfrühstück und der Trail von diesem Punkt bis zur Bridge of The Gods, die Grenze zu Washington, wunderschön. Dann ziehen sie weiter, eigentlich schade, beide sahen sehr schnucklig aus und waren durchtrainiert.

Es dauert nicht lange und ein nächster Hiker taucht auf, unterwegs auf einem Loop, für einen Tag. Auf dem PCT war er schon, vor 25 Jahren, sein Trailname ist Bear Catcher. John, 72 und aus Phoenix in Arizona, erzählt von seiner Reise letzte Woche nach Berlin. Am erstauntesten war er über die kleinen Lädchen auf jeder U-Bahn-Station, die alle Bier verkauften und über die Leute, die dieses dann ganz offiziell in der Subway tranken. So zeigt sein liebsten Foto ihn mit einem Bier in der Hand in der U-Bahn. Ich bin wirklich auf einer Kreuzung, kaum ist John weg taucht Mary aus Ridgecrest mit ihren zwei Hunden auf. Die schon etwas ältere Lady hat viele Tatoos, ich lese: PEACE und LOVE und WOODSTOCK. Das waren schöne Zeiten sagt Mary. Nun wandere ich nur noch. Was ich gerade am schönsten finde.

Gerade lege ich mich zu einem Mittagsschlaf hin taucht Brooks aus Fresno auf. Er ist mit zwei Eseln unterwegs, die tragen brav seine Sachen, von Eis bis Campingstuhl. Früher ist er auch mit dem Rucksack gewandert. Doch viele Jahre auf dem Bau haben seinen Rücken kaputt gemacht. Als er Rentner wurde, kaufte er sich die Esel und zieht nun mit ihnen los. Nach einer halben Stunde verabschiedet er sich nicht ohne mir zu sagen, dass ihm mein Name gefällt. Er findet, dass Jacqueline Kennedy es nicht einfach hatte.

Gerade als ich im Schatten in meinem Schlafsack gekuschelt liege taucht ‚Snake Scout‘ auf und ruft: ‚Mom, was machst du hier? Alles ok?‘ Wir hatten uns in KM getroffen, er wartete dort auf seinen Bärenkarnister. Natürlich haben wir geredet, uns unsere Trailnamen gesagt und er hatte an meinem Rucksack, da er das gleiche Model besitzt, mir die Bärenpfeife so montiert, dass ich sie auch schnell benutzen kann. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass der orangefarbene Brustverschluss auch eine Pfeife ist. Nun sitzt er neben mir, spricht vom PCT, raucht einen Joint und ist glücklich.

Als er geht schliesse ich schnell meine Augen und öffne diese nicht, als ich die nächsten Schritte höre. Eine Männerstimme sagt ‚Good Spot‘. Meint er die Gegend oder meinen Rastplatz? Ich hätte doch die Augen öffnen sollen. Der General  Store – Besitzer in KM hatte mir erzählt, dass Steven Spielberg manchmal in dieser Gegend entspannt. Den nächsten Hiker verpasse ich nicht, es ist ein Section Hiker, er will zum Mount Whitney, sein Trailname ist ‚Valley‘. Ich erzähle vom OCT. Der Californier macht sich Notizen, Beachwandern findet er interessant.

Dann kommen Mike und Stefanie voll beladen aus Lone Pine zurück. Für mich gibt es extra drei Cheeseburger, darauf drapiert Mike die Zahl 100. Awesome – und ich esse alle drei auf! In Lone Pine hatte es fast 40 Grad. Als die Zwei im Hardware Store fragen, ob sie unsere Telefone laden dürfen sagt Verkäufer Kevin: ‚Im Hostel gibt es Duschen für 7 Dollar.‘  Klar, gut riechen ist was anderes. Aber Beide winken ab. Als sie nach einer Stunde wiederkommen sagt Kevin, dass sie bei ihm kostenlos duschen können. Er war bis Ende Mai auf dem PCT. Dann sah er in Lone Pine eine Anzeige: Hardware Store sucht Mitarbeiter. In Anbetracht der Schneeverhältnisse nahm er den Job an und mietete sich eine kleine Wohnung. In der High Season ist viel los in Lone Pine, viele Trails beginnen hier, auch der berühmte John Muir Trail. Stefanie und Mike machen Kevin glücklich und duschen. Wir hiken noch 5 Meilen bis zur Nähe des Cottonwood Passes.

Am Tag 101 ist Mike schlapp am Morgen. Kreislauf und Magen spinnen. Wir ziehen los, verabreden uns bei Meile 760 zum Lunch. Dort warten Stefanie und ich vier Stunden – nervös, unruhig, unsicher. Dann kommt Mike an, laaangsam und sagt uns, dass er den Mount Whitney nicht hiken wird. Der Berg ist der höchste des 48-Staaten-Gürtel, über 4400 Meter. Er liegt nicht auf dem PCT, aber wir wollten es morgen wagen. Ohne Mike aber gehen wir nicht. So landen wir nach 15 Meilen insgesamt auf eine Campground am Kings Canyon River, der ist voller Wasser und dieses rennt schnell. Den müssen wir morgen crossen. Natürlich gibt es keine Brücke.

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Das letzte Dinner vor dem Mt. Whitney

Tag 102, Stefanie konnte nicht schlafen, sie will so gern auf den Mt. Whitney und überredet uns. Mike geht es besser, so machen wir einen Plan. An der Kreuzung zum Whitney Trail errichten wir unser Basecamp 1. Heisst: Wir bauen mein Zelt auf, legen Sachen rein, die wir für die Besteigung nicht benötigen und verstecken die zwei grossen Bärenkanister. Eingepackt wird nur mein kleiner, mit Essen für Dinner, erstes und zweites Frühstück, Snacks. Wir finden unsere Idee ganz toll, hoffentlich ist alles morgen noch da. Dann ziehen wir bergauf und fragen jeden, der uns entgegenkommt, wie es oben ist: Amazing. Ich bin unsicher, die steilen schmalen Wege, der Kamm zum Gipfel. Hm, ich werde sehen.

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„Was mache ich hier eigentlich?“

Wir schlafen auf 3800 Meter Höhe, zum Gipfel sind es noch 4,2 Meilen. Es ist kalt im Basecamp 2, Stefanie und ich liegen in Mikes Zelt, Mike campt draussen.

Als am nächsten Tag um 4 der Wecker klingelt sehen weit oben am Berg schon Lichter, es gibt also Wanderer, die den Sonnenaufgang ganz nah erleben wollen. Noch vor 5 gehts los, mit Kopflampen, Wasser, Essen und Daunenjacke, falls es oben kalt ist. Herrlich der leichte Rucksack. Der Weg schlängelt sich über Streams und Steine langsam nach oben, geht über in Serpentinen, dann geht er nur noch schmal am Felsen lang. Ich will nicht weiter. Von hinten gibt Mike Anweisungen: Schau auf den Boden! Atme! Geh! Nein, den anderen Fuss! Du schaffst das! Atme!

Ich bin fit, Anstieg und Höhe sind kein Problem – aber es geht steil nach unten, auf der einen Seite. Das war noch nie meins. Doch dann, vier Meilen und drei Stunden später bin ich oben. Dank Mike! Adrenalin pur! Ich stehe auf 4400 Metern, nur der Denali in Alaska ist in Amerika noch höher. Ca. 20 Leute sitzen oben nah am Rand – da ist Empfang, es wird fleissig gefacebookt. Ich quatsche mit Nadja, sie kommt aus Bayern, lebt jetzt aber in der Bay Area, gerade hat sie als Wissenschaftlerin ganz leicht eine Green Card bekommen. Mount Whitney war für sie ein Training, im Herbst nimmt sie an einem 100 Kilometer Lauf teil. Zum Summit hat sie bayrisches Bier getragen, sie gibt mir etwas ab. Dann spreche ich mit einem Paar aus der Schweiz. Sie hiken SoBo den JMT und können mir somit sagen, wo Schnee liegt, wo die River Crossings schwierig sind.

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Oben auf dem Mt. Whitney

Der JMT ist in den Staaten sehr bekannt, er beginnt im Yosemite Valley und endet oben auf dem Mount Whitney nach ca. 350 Kilometern. Grösstenteils folgt er in der Sierra Nevada dem PCT. Viele Wanderer verbringen hier ihren Jahresurlaub. Man kann dies auch ganz luxuriös angehen. Pferderanchbesitzer in der Sierra verdienen mit dem Transport von Lebensmitteln hier im Sommer Geld dazu.

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Die Little Gang auf dem Mt. Whitney

John Muir, Namensgeber des Trails, ist Amerikas bekanntester Naturforscher und Naturschützer. Er wanderte unendlich viel, lebte in Yosemite, lud Präsident Theodore Roosevelt ein, mit ihm zu wandern. Daraufhin wurde die Idee, Nationalparks zu schaffen, geboren. Muir gründete den Sierra Club – bis heute eine der einflussreichsten Umweltorganisationen der USA.

Nach eine Stunde verlassen wir den Gipfel. Der Weg runter ist super anstrengend, wir kommen in die Mittagshitze, müssen Base Camp 1 und 2 abbauen. Zum Kochen bin ich abends zu müde, nachts um 2 knurrt mein Magen. Wegen der Bären traue ich mich aber nicht zu meinem Kanister.

Der Schnipsel 104 von Lars Maßband liegt auf dem Forester Pass, dem höchsten Punkt des PCT. Über Schneefelder stapfen und kraxeln über Steine benötigte es, um oben zu stehen, zu jubeln, zu feiern. Wir drei sind auf dem Pass ganz allein – ein tolles Gefühl. Runter geht es über Schneetraversen, mit Mikrospikes. Manchmal rutschen wir einfach auf dem Hintern dem Grund entgegen.

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Schneefelder auf dem Forrester Pass

Erst als ich unten bin spüre ich die Anstrengung. So schleppe ich mich zur Bubbs Creek Tensite. Wie ist mir entgangen. Ein Typ kommt uns entgegen und sagt: No Camping! Wie bitte? Ich muss jetzt schlafen! Und ich sehe ja Zelte stehen. Uns wird gesagt, dass er ein Wilderniss Project betreut und wir nicht stören dürfen. Versteht man ja, aber der Ton! 30 Meter weiter sehen wir erneut Zelte stehen, auch direkt am Fluss. Vater und Sohn Ian erklären uns: Sind alles Manager aus L.A., der Typ bekommt viel Geld für ein Abenteuer in der Sierra. Die Manager gehen 10 Meilen am Tag, Zelte und Essen werden von Pferden getragen….. Perfekt organisierte Wildnis – ich empfehle Ramen zu essen, Backpack mit Wasser zu schleppen!

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Oben auf dem Forrester Pass – Höchster Punkt des PCT!

Ich rede noch ein wenig mit dem 16jährigen Ian aus Idaho. Er organisiert alles für sich und seinen Vater, wie ein Pfadfinder sich zu fühlen findet er toll.

Am nächsten Morgen ist Ian schon los, um in Bishop Essen zu besorgen. Da wollen wir auch hin, müssen dafür extra über den Kearsarge Pass, 3800 Meter hoch, gehen. In der High Sierra ist Resupply schwierig, lange Wege, die dann auch noch selten ins Tal führen. Aber ich muss runter – 9 Tage war ich jetzt auf dem Trail, mein Essen ist alle und ich stinke einfach unfassbar schlimm bis zum Himmel. Ob mich so überhaupt jemand in seinem Auto mitnimmt?

 

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