Ein Sommer in den Bergen – Teil 2

WEITER GEHT ES MIT TEIL 2, MIT MEINER ZEIT AUF DER GABLONZER HÜTTE IM DACHSTEINGEBIRGE

NUR ZWEI EISSORTEN
Unter der Gablonzer Hütte, auf 933 Metern, liegt der Vordere Gosausee. Der Blick vom See Richtung Dachstein ist eines der berühmtesten Bergmotive Österreichs und lockt im Sommer Hunderttausende Touristen an. Direkt am See führt Monika einen Verkaufsstand. „Schon mein Urgroßvater hat hier vor mehr als 100 Jahren den Stand gehabt, Steine verkauft, Textilien, kleine Naschereien.“ In den letzten Jahren ist das Geschäft mit Souvenirartikeln ein hartes geworden, erzählt Monika. „Die Leute beschweren sich, dass wir nur zwei Eissorten haben.“ Doch die kleine Softeismaschine hat nur zwei Ausgänge. Wer Mango-Vanille nicht mag, sucht vergebens nach Schoko. Im November schließt Monika den kleinen Stand. Frei hat sie dann nicht. In der Stadt Gosau betreibt sie einen Souvenirladen, der die Familie grad so über Wasser hält. „Die Skifahrer feiern auf den Hütten, dann rauschen sie ins Tal, duschen und essen in ihren Unterkünften. Da schaut kaum einer im Laden vorbei“, schildert Monika ihr Wintergeschäft. Dabei klingt sie aber nicht frustriert. Ihre freundliche Seele lässt sie sich nicht nehmen. Wir essen beide ein Eis und schauen auf den See, der mit seiner Schönheit prahlt.


FREDDY
Um die Gablonzer Hütte grasen von Mai bis Oktober Mutterkühe mit ihren Kindern. Sie fressen Zentimeter für Zentimeter in immer wieder gleichen Runden das Gras der Alm ab und pflegen damit die Hänge. Freddy, eine Mutter aus unserer Kuhtruppe, liebt den Komposthaufen der Gablonzer Hütte. Die Bioreste sind lecker und um den Haufen herum ist das Gras fett und groß. Für die Terrassengäste ist es ein Spektakel, wenn Freddy das Gartentor selbständig mit ihrer Schnauze öffnet und zum geliebten Fressplatz flitzt. Immer rufen wir dann Hüttenchef Gunnar, der dann Freddy an den Hörnern packt und wieder auf die Alm schickt. Warum die Mutterkuh einen männlichen Namen trägt, weiß ich nicht. Ich weiß aber, sie wird morgen wieder unsere Hütte besuchen. Auch weil Chefkoch Ondrej abends bei seinen Spaziergängen über die Almwiesen Freddy und ihre Truppe mit altem Brot und Apfelschalen verwöhnt. Ondrej liebt diese Spaziergänge und die ruhige Welt am Abend. Herausforderungen hatte der Mann aus Bratislava schon viele, in vielen Ländern, vom Technikstudium bis zur Arbeit in einem Fine-Dining-Restaurant in London.


DAS ROTE LICHT
Die Wasserversorgung ist für jede Hütte in den Alpen eine Herausforderung. Für die Gablonzer kommt das Wasser aus eigener Quelle und wird über einen Kilometer von dieser zur Hütte geführt. Seit Tagen haben wir weniger Wasser, das rote Warnlicht blinkt. Österreich ist von Natur aus ein wasserreiches Land. 91 Prozent der gesamten genutzten Wassermenge entfällt auf „grünes Wasser“. So wird jenes Wasser bezeichnet, das als Niederschlag vom Himmel fällt. Dann gibt es das sogenannte „blaue Wasser“. Das ist Grundwasser aus Quellen, Flüssen und Seen. Dies benötigt die Hütte. Sickert weniger durch Steine und Naturadern in die Quelle, muss Wasser gespart werden. Immer wieder erklären wir dies den Hüttengästen, was oft eine Herausforderung ist. Es gibt Gäste, die minutenlang abends und früh duschen, die in den Waschbecken ihre Sachen und verdreckte Wanderschuhe waschen. Auf vielen Hütten gibt es in den Waschräumen Münzapparate für Duschwasser. Chef Gunnar überlegt nun, auch Wasserchips einzuführen. Maßnahmen dieser Art mag Gunnar nicht. Aber das rote Warnlicht mag er auch nicht. Mich erinnert es an den Reservehahn im Trabant. Fing der Trabant während der Fahrt an zu stottern, bückte man sich rechts am Lenkrad vorbei, natürlich während der Fahrt, und betätigte den Reservehahn. Nun hatte man noch fünf Liter Sprit für die Weiterfahrt. Die Natur lässt sich nicht mit einem Hahn regeln.

RITUALE
Wiederholungen, ähnliche Abläufe und Rituale flankieren Herausforderungen helfend. Habe ich keinen Frühdienst, bin ich trotzdem vor den Gästen auf den Beinen und gehe zur Hüttenchefin Jeannette in die Küche. Ich hole mir den ersten Kaffee und genieße es, Jeannette zuzuschauen. Sie backt Kuchen mit guter Butter, braunem Zucker und vielen Früchten. Sie kocht für die Hauslimonaden Sirups aus frischen Holunderblüten und riesigen Minzblättern aus dem eigenen Garten. Auch der Joghurt für das Frühstücksbüffet wird von ihr hergestellt. Manchmal quatschen wir, erzählen uns Hüttenstorys oder philosophieren über das Leben. Manchmal sind wir auch still, weil die harte Arbeit noch in unseren Knochen steckt und wir den neuen Tag nicht herausfordern wollen. Wir frühstücken immer mit den Gästen. Wir haben jeden Tag eine kleine Dienstbesprechung. Nach Küchenschluss kocht das Team oft gemeinsam Gerichte, die nicht auf der Speisekarte stehen. Wer frei hat, bringt Überraschungen aus dem Tal mit. Und wenn Ngima aus Nepal Chili-Mayonnaise macht, teilen wir uns alle einen großen Teller mit Fritten.


WEIT WEIT WEG
Ngima kennt die Berge. Er ist extremere Gebiete gewöhnt als das Dachsteingebirge. Ngima hat schon Bergsteiger im Himalaja, der „Wohnstätte des Schnees“ zum Basiscamp des Mt. Everests geführt. Seit vier Jahren ist er Saisonarbeiter in Österreich und kocht statt Dal Bhat, das nepalesische Nationalgericht aus Linsen und Reis, nun Schweinebraten oder bereitet leckeren Apfelstrudel zu. Seine Frau ist in einem Hotel in Salzburg angestellt. Und seit dieser Saison arbeitet an seiner Seite in der Küche der Gablonzer Hütte seine Schwester Yangi. Deren Mann ist mit den beiden Töchtern wegen der Schule in Nepal geblieben. Ohne ausländische Arbeitskräfte stünde vieles still. Nur noch 44 Prozent der im Tourismus Beschäftigten haben eine österreichische Staatsbürgerschaft. Wolfgang Nairz, ein Mount-Everest-Besteiger hat bereits vor knapp 20 Jahren die Nepal-Hilfe Tirol gegründet. Die Idee der Arbeitsvermittlung ist für beide Länder aufgegangen. Viele Nepalesen arbeiten auf den Hütten, wenn daheim Regenzeit ist und die Bergsteiger ausbleiben. Der Verdienst ist gut, die Unkosten sehr gering. Doch die Heimat ist weit weg. Arbeitet Yangi allein in der Küche, hört sie laut Musik aus der Heimat. So langsam können wir ihre Lieblingssongs mitsummen. Jeden Abend kochen die Geschwister für sich nepalesisch. Dann riecht es in der Hütte herrlich anders, nach Curry und Ingwer und Kurkuma. Wenn Yangi mit ihren Mädchen einen Videocall hat, winken wir immer fleißig in die Kamera. Ich mag die junge Frau aus Nepal, wie nennen uns immer „Darling“ oder „Sweetheart“ und manchmal umarme ich sie einfach so, fest und lange.


SAVE THE NATURE
South Col, das höchstgelegene Camp auf dem höchsten Berg der Erde, ist übersät mit Müll aus alten Zelten, Lebensmittelverpackungen, Gaskartuschen. Die Sherpas sprechen von mehr als 50 Tonnen Müll im Schnee allein in diesem Camp. Cola-Büchsen, Plastikflaschen und Verpackungen unterschiedlichster Art verstopfen die kleinen Mülleimer in den Toiletten der Gablonzer Hütte. Dabei hängt im Flur eine große Schrifttafel mit der Bitte, den eigenen Müll vom Berg zu tragen. Unter dem Schild kann man kostenfrei Biomülltüten entnehmen. Seitdem ich auf der Hüte bin, ist die Müllbeutelrolle nicht sehr viel kleiner geworden. Die Gäste lassen hier oben, was sie nicht runtertragen wollen. Arbeite ich im Service und sehe leere Plastikflaschen auf den Tischen, bitte ich die Gäste diese mitzunehmen. Die Müllentsorgung ist für jede Hütte kostspielig. Wir nutzen dafür die Materialseilbahn, andere Hütten müssen sogar den Hubschrauber rufen. Es gibt viele Gäste, die meine Bitte verstehen. Oft zeige ich auf den kaum noch zu erkennenden Gosaugletscher und sage „Safe the Nature“. Andere wiederum lachen mich aus und fragen, ob ich deppert bin. In Österreich gibt es 225 Alpenvereinshütten. Die meisten sind um die 100 Jahre alt und kämpfen mit hohen Sanierungskosten und teuren, aber wichtigen ökologischen Umbaumaßnahmen. Steigen dazu noch die Kosten wegen zusätzlicher Müllabfuhr, Personalmangel oder Wasserproblemen, wird man sich bald von Hüttenzauber mit Alpenglühen, Blasmusik und Kaiserschmarren verabschieden müssen. Eine so große Hütte wie die Gablonzer im wahrsten Sinne des Wortes „sauber“ zu führen, ist eine tägliche Herausforderung. Wir tragen hier keine Dirndl wenn wir arbeiten, aber wir tragen oft ein Schutzschild. Als ich eine junge Mutter bitte, die vollen Windeln ihrer zwei Kleinkinder mit ins Tal zu nehmen, fragt sie mich, ob ich Kinder hasse. Ich halte kurz inne, drücke ihr nur eine Mülltüte in die Hand und gehe zum nächsten Tisch, voll mit Kletterern, die sehr durstig sind. Die Schimpfwörter der Mutter für mich perlen wie die Kohlensäureblasen in den acht Radlern, die ich zwei Minuten später serviere, an mir herunter.



GLÜCKLICH WIE SELTEN
Nach getaner Arbeit existiert man nicht nur, man ist glücklich. So ergeht es mir in den Bergen, die Reinhold Messmer „Arenen der Einsamkeit“ nennt. Einsam sind wir hier oben nur, wenn wir in unseren kleinen Zimmern unterm Dach verschwinden. Die geschlossene Tür als Zeichen für den Wunsch nach Stille. Manchmal riecht es herrlich nach Räucherstäbchen aus Jessys Zimmer. Ein Rasierapparat summt in Ngimas Zimmer. Ondrej schneidet seinem Kollegen die Haare. Bei Luise ist es still. Sie klettert zum Großen Donnerkogel. Anna hängt im Flur Wäsche auf, Yangi putzt. Als Frieder noch da war, habe ich ihn manchmal bis tief in die Nacht mit Ngima quatschen und lachen hören. Kurz war auch Lehrerin Anne in ihren Ferien bei uns. In ihrem Reich hat sie immer Englischvokabeln gebüffelt. All dies passiert nur für uns in unserer Etage.  Vor der Tür steppt bei gutem Wetter der Bär. Ab um 8 bringt die Gosaukammbahn die ersten Tagesgäste zu uns. Jeannette bindet dann ihre Rennsemmeln zu und flitzt über die Terrasse. Der Bierhahn läuft heiß. Es gibt Tage, da kommt die Spülmaschine mit dem Gläserwaschen kaum hinterher. Aus der Küche kommen im Minutentakt Suppen, Jausen und Süßspeisen. Manchmal bin ich vier Stunden auf der Terrasse. Ununterbrochen nehme ich Bestellungen auf und kassiere. Ich frage mich, wer für mich auf die Toilette gehen kann? Keiner. Denn Gunnar bringt neue Waren ins Kühlhaus. Anna zapft Bier. Jessy ist wie ich im Service oder checkt die Nachtgäste ein. Luise und Regina schleppen Tabletts. Ondrej bereitet drei neue Riesenbleche Kaiserschmarren vor. Yangii kämpft mit dem Geschirrspülautomaten und Ngima weint. Ein 20-Liter-Eimer geschälter Zwiebeln steht vor ihm. Aber am Ende des Tages, wenn die Stille der Nacht sich wie ein Lieblingskleid über die Hütte legt, sind wir glücklich. Alles ist geschafft, nichts blieb liegen. Der neue Tag darf anklopfen. Und wir freuen uns auf diesen, mit allen neuen Gästen, Abenteuern und Geschichten. Das ist unser Hüttenleben. Für Wanderer und Kletterer und für uns. So zufrieden habe ich mich auch bei mir auf dem Dorf gefühlt. Wenn das Stroh pünktlich vor dem Gewitter zu einem riesigen Berg aus Ballen zusammengetragen war und ich mit den Jungs auf diesem saß, ein eiskaltes Bier in den Händen. Und wenn ich dann noch zu einem Date eingeladen wurde, war ich selten glücklicher.


WENN DIE MÄUSE AUF DEM TISCH TANZEN
Manchmal nehmen Jeannette und Gunnar sich einen freien Abend, laufen ins Tal, gehen essen, schlafen in einem Hotel. Das Team übernimmt die Hütte und wir rufen laut „Party“. Jetzt können die Mäuse auf dem Tisch tanzen. Aber es kommt immer anders. Ein junger Inder vermisst seinen Freund. Zuletzt haben sich beide oben auf dem Großen Donnerkogel gesehen, dann kam der Nebel und nicht nur die Welt ringsum, auch der Chinese verschwand. Nun sind die Bergretter unterwegs. Doch als es dunkel wird, muss die Suchaktion abgebrochen werden. Acht Bergretter landen in unserer Hütte am Tresen. Was sollen wir machen? Ein Bier und eine Suppe spendieren? Sie alle sind ehrenamtlich unterwegs, steigen auf, wenn Gefahr in Verzug ist. Wir entscheiden uns fürs Spendieren und lauschen den Geschichten der Männer in Rot, vergessen die Hüttenparty und sind stolz auf unseren Teamgeist. Am nächsten Morgen meldet sich der Chinese gesund und munter von der Stuhlalm. Er ist den falschen Weg abgegangen. Jeannette und Gunnar kommen zurück in ihre Hütte und wollen wissen, ob die Mäuse fröhlich auf dem Tisch getanzt haben. Wir lachen laut.

SONNE
Wenn Familie und Freunde zu Besuch kommen, fühlt es sich wie eine extra Portion Sonne an. Wohlig warm, nur dass man keine Sonnencreme benötigt. Meine Schwester ist für drei Tage da. Sofort packt sie mit an und liebt es. Sie hilft mir morgens um 5:30 Uhr beim Frühstück machen. 65 Nachtgäste sind im Haus. 16 Liter Kaffee müssen gekocht, sechs Brote geschnitten, 10 Liter Joghurt bereitet werden. Wir flitzen hin und her. Mit Tellern und Tassen. Obst und Gemüse. Aufstrichen, Käse und Wurst. Zwei Stunden später ist alles weggeräumt, als hätte es nie ein Büfett gegeben. Meine Schwester geht wandern, ich in die Betten. Zum Machen!!! Auch mein Sohn kommt mit seiner Familie zu Besuch. Für meine Enkelkinder Rudi und Fritz ist die Hütte der beste Spielplatz der Welt. Besonders toll finden sie die Räume mit den vielen Stockbetten. „Ist ja besser als das Tobeland“, sagt Fritz. Rudi findet den Kaffeeautomaten toll. Er steht auf einem kleinen Schemel und darf auf dem Touchscreen die gewünschten Heißgetränke antippen. Top ist auch, dass es Nudeln mit Tomatensoße gibt und sie solange aufbleiben dürfen, bis Oma sie mit in ihr Zimmer unters Dach nimmt. Ich genieße die Stunden mit den Lieben. Ich bin traurig, wenn sie wieder weg sind. Ich bin froh, dass mir noch viele Tage hier oben bleiben.

SCHNEECHAOS Hüttenchef Gunnar checkt jeden Tag das Wetter. Er kündigt Schneefall an. Das Team schmunzelt. Immerhin haben wir Anfang September. Ein Mittwoch, mit herrlichem Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen fallen die ersten Flocken. Leicht und vereinzelt. Dann dichter, dann stärker. Und dann versinkt die Bergwelt um uns herum und wir mit ihr im Schnee. Es schneit und schneit. Donnerstag. Freitag, Samstag, Sonntag und Montag. Wir sind ohne Gäste in der Hütte. Die täglich gebuchten über 60 Übernachtungen verschwinden aus dem Online-Kalender wir der Sommer mit dem Schnee. Wir sind eingeschneit – mit viel Essen und viel Alkohol. Wir kochen nur für uns, wir quatschen, wir lachen, wir putzen all das, was wir an normalen Tagen mit vielen Gästen nicht schaffen. Jeder verfolgt ein anderes Projekt. Wir spielen Karten, schauen Movies. Ich schreibe. Ich stricke. Der Ofen bullert. Und immer wieder sagt einer vom Team: Übrigens, es schneit! Nach drei Tagen kommt der erste Pistenbully. Vorbereitet war hier keiner in der Region für den großen Schneefall. Das letzte Mal gab es vor 43 Jahren Anfang September so viel Schnee im Dachsteingebirge Alle Hütten um uns herum schließen. Von der Adamekhütte müssen Gäste mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden. In den letzten Monaten ist unser internationales Team auf der Hütte gemeinsam gewachsen, zur Einheit geworden. In den Tagen ohne Gäste und mit weißen Herausforderungen sind wir stärker denn je. Und dann scheint am Dienstag die Sonne. Acht Stunden schippen wir Schnee von der riesigen Terrasse. Es gibt hier keine Schneeschieber, nur Schaufeln. Meine Arme brennen. Ich bin froh, als ich einfach nur Bier zapfen darf, für die ersten Gäste, die endlich wieder unsere Hütte erreichen. Ich freue mich über die Rückkehr des Spätsommers. Auch, weil ich nur Sommersachen auf der Hütte habe.


WIE GEHT ES WEITER?
Ich vermisse Berlin nicht. Ich liebe die Arbeit hier, weil ich mich spüre, weil ich die Herausforderung angenommen habe. Noch habe ich ein paar Wochen auf der Hütte mein Leben. Ich weiß aber schon jetzt, dass ein Stück meiner Seele hier in den Bergen, in der Hütte bleibt, wenn ich mich verabschiede. Jessy wird nach Marokko gehen und für ein Yoga-Camp in der Sahara arbeiten. Yangi und Ngima aus Nepal freuen sich auf die Heimat, werden aber bereits zur Wintersaison, die in der Gablonzer Hütte am 24. Dezember beginnt, wiederkommen. Anna muss für ihre ersten Prüfungen im Pharmazie-Studium lernen. Luise, die gerade ihr Abitur in Berlin gemacht hat, weiß noch nicht, wo sie nach ihrer Hüttenzeit landen wird. Sie hat sich ein Jahr der Suche gegeben. Ondrej wird in Thailand entspannen. Jeannette und Gunnar zieht es erstmal auf die Kanaren.. Und ich hoffe, dass daheim die gewohnte Welt sich mit neuen Herausforderungen füllen lassen wird. Eines weiß ich: Ich kann im Mietshaus, wo ich wohne, alle Betten in 30 Minuten machen.

2 Gedanken zu “Ein Sommer in den Bergen – Teil 2

  1. Luisa schön von dir zu hören, als ich den vielen Schnee auf der Gablonzer Hütte im Dachsteingebirge hatte, musste ich an dich denken, klar, dass bei dir schon wieder Schnee liegt, und der Winter Einzug hält, die Tage kurz sind, aber du sicher wie immer bewegte Tage hast, Pass immer auf dich auf Jac

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  2. Super schön geschrieben, Jac.
    Alles Liebe für dein neues Lebenskapitel. Solange du dir deine Neugier und Offenheit bewahrst, kann es doch nur super werden! 🙂
    Liebe Grüße aus dem schneebedeckten Yukon,
    Luisa

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Danke für die Unterstützung!